LKW verliert 500.000 Euro Ladung

 

Seit 13.10 Uhr gibt es auf der BAB 1 zwischen Lübeck-Moisling und Lübeck-Zentrum in Fahrtrichtung Norden Verkehrsbehinderungen. Ein in Spanien zugelassener Mercedes Benz Autotransporter ist aus bisher ungeklärter Ursache unmittelbar hinter dem Beschleunigungsstreifen nach rechts in den Graben gelenkt worden. Anschließend kippte das Gespann um, dadurch lösten sich mindestens vier der insgesamt neun mitgeführten PKW-Neufahrzeuge der Marke Seat Leon. Sie fielen auf den Standstreifen und auf die rechte Fahrspur. Die restlichen fünf PKW verkeilten sich im Transporter und wurden ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Fahrzeugführer befindet sich derzeit zum medizinischen Check in der Uniklinik Lübeck, die Personalien stehen noch nicht fest. Der Verkehr wird auf dem mittleren und linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt, langsam bildet sich aufgrund des hohen Verkehrskommens ein kilometerlanger Rückstau. Die Bergungsarbeiten werden bis etwa 18.00 Uhr andauern. Die genaue Unfallursache und auch die Schadenshöhe stehen noch nicht fest, derzeit überprüfen die Polizisten, ob der Fahrzeugführer alkoholisiert ist und stellen zudem die Identität fest. Die Bergungsarbeiten auf der BAB 1 in Richtung Norden dauern noch an. Es bleibt weiterhin der rechte Fahrstreifen und die Standspur gesperrt, der Verkehr wird zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Inzwischen wurde auch eine Spezialfirma mit der Abtragung des Erdreichs beauftragt, es ist eine unbekannte Menge Dieselkraftstoff und Hydrauliköl aus dem stark beschädigten LKW ausgelaufen. Mittlerweile konnte auch die Identität des Fernfahrers festgestellt werden. Es handelt sich um einen 33-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz in Spanien. Er räumte bei einer ersten Befragung ein, vermutlich am Lenkrad eingeschlafen zu sein. Polizisten sind dabei, den durch den Unfall beschädigten Fahrtenschreiber auszuwerten, um möglicherweise ein Verfahren wegen der Lenkzeitüberschreitung einzuleiten. Der Kraftfahrer stand nicht unter dem Einfluss berauschender Mittel. Bei den transportierten PKW der Marke Seat handelt es sich um verschiedene Fahrzeugtypen. Der Gesamtschaden wird auf 500.000.- Euro geschätzt.


 TEXT: Polizei Pressestelle                                                     Fotos: Patrick Z.